Golfclub Schloss Georghausen

Mit seinem siebenköpfigen Team zeichnet Herr Helmut Löhr für die Pflege unseres Platzes verantwortlich. Sein engagiertes Team hat den Anspruch Ihnen immer wieder eine topgepflegte Anlage zu bieten.

Besanden der Fairways, Fluch und/oder Segen

Wenn im Frühjahr und Sommer die Greenkeeper mit ihren großen Sandstreuern die Fairways besanden, ist das für den Golfer eine lästige und störende Angelgenheit. Der Sand, der anfangs auf den Grasblättern liegt, stört den Golfer bei den Schlägen. Der Schlag ist schwer zu dosieren oft kommt Sand zwischen Ball und Schlägerkopf.

Aber diese Einschränkungen dauern nur kurz und sind für die Fairways von größter Bedeutung. Denn das Besanden der Fairways ist eine notwändige Maßnahme zur Erhaltung der Wasserdurchlässigkeit.

Wissenschaftliche betrachtet dient die Besandungsmaßnahme dem Aufbau einer Minitragschicht auf bindigen, gering durchlässigen Böden, wie sie auf unserem Platz vorherrschen. Es hat folgende positive Auswirkungen:

- Ausgleich großer Bodenunebenheiten

- Erhöhung des biologischen Umsetzungsvermögen

- Belüftung und Filzabbau

- Verbesserung der Belastbarkeit

Kurz gesagt: Besanden hat viele langfristig positive Auswirkungen auf den Platz. Er wird trockener, schneller und gesünder.

Für Experten hier eine weitere wissenschaftliche Erläuterung:

In Georghausen befinden wir uns eigentlich mitten im Wald. Noch vor Hundert Jahren waren die Flächen der heutigen Fairways mit Bäumen bestanden.

So ist teilweise auf Fairs ein schlechter, schwerer Boden vorzufinden. Er besteht zum Großteil aus Lehm und Schluff, den kleinsten Gerüstbaustoffen des Bodens. Sie absorbieren und speichern das Wasser (Nährstoffe) aber lassen wenig Wasser nach unten ablaufen. Nun werden diese Flächen auf einem Golfplatz als Dauerkultur bewirtschaftet, das heißt die Grasnarbe wird ständig gemäht. Im Frühjahr und Herbst wird sie zwei mal die Woche, im Sommer bis zu drei mal in der Woche gemäht. Durch Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste (Wurzeln) wächst auch der Rasenfilz. Dieser kommt im Bodenaufbau direkt über der Grasnarbe, die für den Golfer sichtbar ist. Die Abläufe von Mensch und Natur lassen den Platz immer feuchter und für Krankheiten anfälliger werden, da das Bodenwasser den Raum für die Bodenluft in Anspruch nimmt.

Um den Platz in einen gut bespielbaren Zustand zu bekommen und die Risiken für Krankheiten und andere Schäden zu minimieren wird als erstes der Sand mit einem Tellerstreuer gleichmäßig verteilt und anschließend wird noch auf dem Grashalm (Blatt) liegende Sand der durch mehrmaliges abschleppen in den Rasenfilz eingearbeitet. Diese Arbeiten können nur bei passenden Wetterbedingungen durchgeführt werden. , Nur wenn die Sonne scheint und wenig Tau auf dem Fair liegt kann der Sand schnell und mit wenig Schaden eingearbeitet werden. Bei Regen oder im Winter würden der Boden so verdichtet, dass das Gegenteil bewirket und der Platz noch feuchter würde.

Der Text wurde von Martin Giebel erarbeitet. Herr Giebel ist stv. Head Greenkeeper in Georghausen